Verbindliche Richtlinien der VCK


Bezüglich
• Spirituelle Systeme
• der theologischen Orientierung und dem Missionsverständnis



Inhalt

I. Einleitung
II. Richtlinien
1. Die Verbindlichkeit
2. Die Haltung der VCK zu den Systemen
3. Die Haltung zur Mission
4. Theologische Ausrichtung (Kurzfassung)

III. Nähere Ausführungen
1. Warum wir spirituelle Systeme ausschließen möchten
2. Die Gefahren der Spirituellen Systeme
3. Der missionarische Aspekt





I. Einleitung

Leider haben wir in der Vergangenheit Rückmeldungen erhalten, dass Christen nur wegen VCK mit Kung Fu und Taekwondo Do wieder angefangen haben, fernöstliche Systeme zu trainieren. Sie haben quasi VCK als Motivation und Absolution benutzt, um fernöstlichen Kampfsport zu trainieren, obwohl sie teilweise Bedenken bezüglich der Esoterik hatten.
Daran haben wir deutlich gesehen, dass wir offiziell als VCK die fernöstlichen Stile und Systeme nicht bewerben können und dürfen.
Die Verantwortung, Christen in spirituelle Systeme reinzutreiben, wollen wir vor Gott nicht übernehmen. Dieser Prozess der Erkenntnis kam nicht von heute auf morgen, sondern entstand innerhalb vieler Jahre.

Es kamen Einwände, ob wir kein Vertrauen zu Christen hätten, die zur VCK gehören und ein spirituelles System trainieren, dass diese andere fragende Christen auch richtig begleiten könnten.
Dies hat aber nichts mit Misstrauen zu tun, sondern mit Christen, die z. B. Zweifel oder/ und Gewissensbisse haben, ob sie wegen der Spiritualität eine Do-Kampfkunst trainieren sollen. Sie gehen dann auf unsere Seite und sehen, dass VCKler (Christen, die zu VCK gehören) und andere Christen auch ein spirituelles System trainieren.

Dann besteht die Gefahr, dass „schwächere Brüder“ zu Fall gebracht werden können (1Kor 8,9-13; Mt 18,6). Einen Kontakt zu VCK oder VCKlern muss es da gar nicht geben. Sie fühlen sich durch unsere Homepage bestätigt, treten in eine Kampfsportgruppe ein, kaufen ein paar Bücher oder lesen Internetseiten über fernöstlichen Kampfsport, die meist Inhalte über den Do als Lebensweg, die Konzentration der Ki-Energie, der Lehre des Yin und Yang, Zen-Meditation usw. aufweisen und der falsche Weg beginnt...

Damit ergibt sich auch das Verständnis für den Missionsansatz, dass den Menschen das unverfälschte Evangelium verkündet wird.

Detaillierte Erläuterungen folgen in den näheren Ausführungen.




II. Richtlinien
1. Die Verbindlichkeit

Diese Richtlinien sind für alle Personen innerhalb der Vereinigung christlicher Kampfsportler (VCK) verbindlich, damit es in Zukunft keinerlei Missverständnisse bezüglich der Ausrichtung der VCK gibt.

Diese Richtlinien haben als Basis die Autorität der Heiligen Schrift. Mit ihr als Quelle folgen die näheren Ausführungen in Punkt III bei den näheren Erläuterungen.




2. Die Haltung der VCK zu den Systemen

Die VCK lehnt jegliches spirituelles System ab.

Wir als VCK möchten diesbezüglich auch keine Empfehlungen aussprechen.

Die VCK sieht sich dazu verpflichtet, vor den spirituellen Systemen zu warnen.

Unter gewissen Umständen, die unter Punkt III aufgeführt sind, kann sogar ganz von Kampfkunst, Kampfsport oder SV (Selbstverteidigung) abgeraten werden.

Die Befürwortung/ Einhaltung dieser Punkte werden auch von denjenigen Personen erwartet, die bei der VCK mitarbeiten wollen.

Entsprechend sollen die Homepage und jegliche Öffentlichkeitsarbeit ausgerichtet sein.



3. Die Haltung zur Mission

Das Evangelium wollen wir so verkünden, wie es Gott gefällt und nicht wie es sich für die Menschen am schönsten anhört (1Kor 1,17-24).

Nach Eph 2,2 sind wir Herausgerufene aus dieser Welt und nicht mehr von dieser Welt (Joh 17,6), weil Christus uns erkauft hat (Offb 5,9).

Wie Paulus wollen auch wir den ganzen Ratschluss Gottes verkünden (Apg 20,27), damit die Gläubigen erneuert werden und wissen, was der Wille Gottes ist (Röm 12,2; 1Kor 2,14).

Wir vertreten, dass in der Verkündigung der „Lehrende missionarische Ansatz“ Vorrang hat, und nicht z.B. die „Kampfkunst als Missionsmethode“ zu nutzen. Denn der Glaube kommt aus dem Wort Gottes (Röm 10,17).

Auch wenn Paulus schrieb dass er den Juden wie ein Jude geworden war und denen die unter dem Gesetz sind, als wäre er unter dem Gesetz (1Kor 9,20-23), so drückte er nicht damit aus, das wir als Christen überall mitmachen können.

Demnach kommt für uns auch nicht der weit vertretende Ansatz der Kontextualisierung in Frage. Kontextualisierung meint eine liberale Anpassung der Evangeliumsbotschaft an Kulturen und Religionen der Welt. In unserem Fall ein Anpassen des Evangeliums an diejenigen, die ein spirituelles System trainieren.



4. Theologische Ausrichtung

Wir gehen von der absoluten Unfehlbaren- und Irrtumslosigkeit der Bibel aus. Sie ist mit ihrem Vorrat an unfehlbaren Fakten Richtungweisend, z.B. bei den Themen zur Welterschaffung, zum Endzeitablauf, zur Sexualität, das alltägliche christliche Leben, etc.

Wir glauben nicht nur allein an Jesus Christus, von dem in der Bibel Zeugnis abgelegt wird. Sondern sowohl an Jesus Christus als auch an die Bibel, dem Wort Gottes.

Wir wollen nicht die Bibel an den Maßstäben von Welt, Kultur und Zeitgeist anpassen.

In vielen Gemeindestrukturen und christlichen Vereinen gibt es negative und positive Aspekte. Es ist uns wichtig, die Stärken zu fördern und die negativen zu vermeiden.

In erster Linie möchten wir Jesus Christus bezeugen.

Auf dem Berg sahen die Jünger Jesus allein, nachdem Mose und Elia nach einem Gespräch fort waren (Matthäus Evangelium 17,8).

Und Petrus sprach zu Pfingsten nicht vom Heiligen Geist, obwohl sie ein starkes Erlebnis mit ihm hatten, sondern Petrus sprach alleine nur über Jesus Christus (Apg.2,22).

Auch vertraten die Jünger keinerlei Gemeinde, bzw. Kirchenrichtung.

Die VCK hat zunächst einmal „kein gemeinsames Ziel“, sondern eine gemeinsame Mitte, die Jesus Christus heißt. Das gemeinsame Ziel ist sekundär.

Es kann nur eine Einheit unter Christen geben und das ist der in 1.Kor.12,12 - 31 beschriebene Leib Christi. Er alleine ist die Einheit, die alle Gläubigen bilden und wenn sie noch in den verschiedensten Denominationen und Splittergruppen der Christenheit sich befinden. „Sie sind eins" als Antwort auf das Gebet Jesu in Joh.17,20.21, weil sie „von neuem geboren" sind und dasselbe Leben, dieselbe Natur haben, wie Christus.

Die Einheit des Leibes Christi ist weder eine äußerliche Vereinheitlichung von sichtbaren Kirchen und Gemeinden noch eine allgemeine Übereinkunft gewisser Überzeugungen auf Kosten fundamentaler Wahrheiten des Wortes Gottes und des Christentums.

Eben weil wir keine Sekte sind und wir auch mit namhaften Organisationen zusammen arbeiten; so ist es umso wichtiger, dass wir eine theologische Ausrichtung beibehalten, damit Sonderlehren die der Bibel entgegenstehen, nicht Fuß fassen.

Wir wollen zwischen Volk Israel und Gemeinde (z.B. bzgl. Geistesgaben) unterscheiden und das Wort Gottes Heilsgeschichtlich teilen.

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III. Nähere Erläuterung
1. Zu den Beweggründen, alle spirituelle Systeme auszuschließen

Mit der Bemerkung dass wir zum Frieden berufen sind (Röm 14,19), wurde uns ermahnt das vierzehnte Kapitel im Römerbrief zu lesen.

Damit wurde uns indirekt vorgehalten, wir würden die Christen richten (Röm 14,4, 13-14) die spirituelle Do-Systeme trainieren, indem wir diese ablehnen und in Zukunft auf der Homepage diese Christen nicht mehr präsentieren wollen.
Denn diese Christen trainieren schließlich im Glauben (Röm 14,23) und vertrauen Gott, dass Er Ihnen hilft, das Körperliche vom Spirituellen zu trennen.
Oder das Spirituelle hätte auch keinerlei Auswirkungen auf sie, weil sie sich ausreichend vor Praktiken distanzieren würden, wie das innerliche Leermachen zu Beginn einer Trainingsstunde.

Lässt sich dieses Kapitel des Römerbriefes aber so 1:1 übertragen, dass die Ausübung eines Spirituellen Systems mit Götzenopferfleisch vergleichbar, und daher erlaubt ist, solange ich dieses mit Danksagung praktiziere (siehe Röm 14,6)?
Das geht nicht. Die obigen Bibelstellen bedeuten also nicht, dass ich mir im Glauben alles erlauben kann.


John Mac Arthur bringt dies in der Studienbibel sehr gut auf den Punkt, wo das Problem in der Gemeinde lag:

14,1-12 Die Vielfalt in der Gemeinde führt vor Augen, mit welcher Macht Christus die unterschiedlichsten Menschen zu einer Einheit zusammenführen kann. Doch Satan stachelt oft das Fleisch des Menschen an, um diese Einheit anzugreifen. Die Einheit ist oft dann bedroht, wenn reife (starke) Gläubige – Juden wie Heiden – mit unreiferen (schwachen) Gläubigen zusammenprallen. Die starken jüdischen Gläubigen verstanden ihre Freiheit in Christus und erkannten, dass sie nicht mehr an die zeremoniellen Vorschriften des mosaischen Gesetzes gebunden waren. Die reiferen Heiden verstanden, dass Götzen keine Götter sind und dass sie deshalb ohne Bedenken Fleisch essen konnten, das Götzen geweiht worden war. Doch in beiden Fällen wurde das Gewissen der schwächeren Brüder beunruhigt, und diese waren sogar versucht, gegen ihr Gewissen zu handeln (etwas, das man sich nie angewöhnen sollte) und unter den resultierenden Schuldgefühlen gesetzlicher zu werden oder sogar zu sündigen. Da Paulus wusste, dass die reiferen Juden und Heiden diese Probleme verstehen konnten, richtete er den Großteil seiner Ausführungen zu diesem Thema an sie.

Wir wollen dies zunächst einmal auf ein Beispiel mit dem Umgang mit Alkohol übertragen:
Es ist eine kleine Feier unter 7 Christen angesagt. Zwei davon möchten gerne mit Wein oder Bier dazu beitragen. Aber einer von den Sieben ist ehemaliger Alkoholiker und noch jung im Glauben. Jetzt wäre es verkehrt diese Person aus dem Kreis auszuschließen, damit andere ihren Alkohol trinken können.
Es wäre eher Rücksicht angesagt, dass die Zwei auf ihren Alkohol verzichten würden.

Mit folgender Bibelstelle kommen wir dem Problem mit unserer Thematik schon
näher:
Habt aber acht, dass diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum Anstoß wird!
Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Götzentempel zu Tisch sitzen sieht, wird nicht sein Gewissen, weil es schwach ist, dazu ermutigt werden, Götzenopferfleisch zu essen?
Und so wird wegen deiner Erkenntnis der schwache Bruder verderben, um dessen willen Christus gestorben ist.
Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brüdern sündigt und ihr schwaches Gewissen verletzt, so sündigt ihr gegen Christus.
Darum, wenn eine Speise meinem Bruder ein Anstoß [zur Sünde] wird, so will ich lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen Anstoß [zur Sünde] gebe.
1Kor 8,9-13

Nun hat das essen von Götzenopferfleisch keinerlei negative Auswirkungen auf denjenigen der isst, abgesehen von den Folgen, wie sie uns in der vorliegenden Bibelstelle beschrieben werden. Abgesehen davon das man es nicht essen sollte, sobald man weiß das es welches ist. Das Trainieren eines spirituellen Systems hat aber schon seine Auswirkungen.

Da uns die Gefahren bekannt sind, wird auch von uns viel gefordert werden.
Entsprechend werden wir dann auch eines Tages vor dem Richterstuhl Christi zur
Rechenschaft gezogen. So wie es hier heißt:
Werdet nicht in großer Zahl Lehrer, meine Brüder, da ihr wisst, dass wir ein strengeres Urteil empfangen werden! Jak 3,1

Wäre dies ein Grund sich überhaupt nicht zu engagieren, den Dingen ihren Lauf zu lassen und viele Geschwister nicht vor den Gefahren der Spirituellen Systeme zu warnen?

Im Gegenteil! In der Ehrfurcht vor dem, der letztendlich richtet, wollen wir uns von Ihm mehr und mehr abhängig machen lassen und uns im folgenden Sinne von Ihm
gebrauchen lassen:
Strebe eifrig danach, dich Gott als bewährt zu erweisen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen braucht, der das Wort der Wahrheit recht teilt. 2Tim 2,15

 

2. Die Gefahren der Spirituellen Systeme

In Büchern, Filmen und auf Internetseiten wird fernöstlicher Kampfsport oft mit Buddhismus, Konfuzianismus oder Taoismus in Verbindung gebracht, wie z. B. in
dieser Aussage von Werner Lind (Budo-Studienkreis):
"Auch heute noch, obwohl Kampfkunst meistens als Sport betrieben wird, ist die Zen-Philosophie in den Kampfkünsten präsent. Für alle Übenden, die tiefer in ihre Kunst einsteigen wollen, ist es notwendig, sich mit diesem Themen auseinanderzusetzen. Zen-Meditation ist ebenfalls ein wichtiger Bestandteil der Kampfkünste; und nur mit dem Studium dieser Praktiken ist ein tieferes Verständnis der Kampfkünste zu erreichen."

In den Büchern über Aikido, Karate, Taekwondo und Tai Chi steht vieles über Zen-Meditation, Meditation in Bewegung, Chi (Ki, Qi, Prana = die universelle Lebensenergie), die Lehre des Do (Zen-Weg zum Satori, zur Erleuchtung), Buddhismus und Taoismus.
Man fordert z. B. dass der Karateka (Taekwondoka usw.) den Do lebt und sich mit Zen-Meditation auseinandersetzt, z. B.: "Auch alle praxisbezogenen Philosophien gehören in gewisser Weise dem Zen an, wie z.B. die Teezeremonie, das Blumenstecken, das Bogenschießen, das Aikidô und das Karate."

Bei Regez, Peter: Esoterik. Antwort auf Lebensfragen? Asslar 2002, S. 100 können
wir lesen:
"Asiatische Kampfsportarten wie Judo, Aikido oder Taekwondo haben einen starken religiösen Hintergrund. Sie Silbe "do" bedeutet Weg und wird als religiöser Weg verstanden. Viele Lehrer oder Meister dieser Sportarten sind der Überzeugung, man könne diesen Sport nur richtig betreiben, wenn man auch die religiösen Komponenten mit einbezieht."

Und bei Metz, Wolfgang: Handbuch der Weltreligionen. R. Brockhaus-Verlag, Wuppertal 2003, S. 238:
"Als bedeutender sichtbarer Niederschlag der Zen-Haltung fallen ganz bestimmte Übungen auf, die keineswegs nur als Techniken verstanden werden dürfen: Judo, Ikebana, Landschaftsmalerei, Kalligraphie, Bogenschießen und Schwertübungen."
Einer der bekanntesten Karatemeister Oyama hat die Verbindung von Zen-
Buddhismus und Karate folgendermaßen formuliert:
„Zen ist Karate und Karate ist Zen.“

Viele weitere Beispiele und Aussagen über fernöstlichen Kampfsport/ -kunst und seine Verbindungen zu fernöstlichen Religionen könnten hier aufgeführt werden. Im Prinzip geht es uns aber in diesen Richtlinien darum, grob aufzuzeigen, dass fernöstliche Kampfsportarten/ -künste Elemente fernöstlicher Religionen beinhalten. Beispiele dafür sind die Lehren von Do, Ki/Chi/Ki-Energie und Yin und Yang, Zen-Meditation (im Sitz und in der Bewegung) usw.

Als Christen sollen wir keine Elemente nichtchristlicher Religionen ausüben, sondern diese meiden und uns davon fernhalten. Deshalb möchten wir, wie bereits angedeutet, vor fernöstlichen Systemen warnen und offiziell als VCK keine Werbung dafür betreiben, um keine Menschen in diese Systeme zu führen, die deshalb in fernöstliche Religionen hineingeführt werden könnten.

Eine detaillierte Ausführung soll noch tiefer in die Thematik führen. Bis dahin besuchen Sie bitte folgende Internetseite und folgen den entsprechenden Links:
/spirituelle-grenzen



3. Der missionarische Aspekt

Schon im Jahre 1958 schrieb Pastor Wilhelm Busch in dem Artikel "Wird der
Schmale Weg verbreitert?":

Schmerzerfüllt schrieb einst der Apostel Paulus von einem seiner bisherigen Mitarbeiter: "Demas hat mich verlassen und die Welt lieb gewonnen."
Wenn dieser Demas heute lebte, dann hätte er es nicht nötig, die christliche Gemeinde zu verlassen. Er würde bleiben, weil er in der Jugendarbeit der Christenheit ein großartiges Betätigungsfeld fände. Ja, er würde bald zu hohen Ehren aufsteigen. Und dann würde er in irgend einem Jugendblatt einen Aufsatz schreiben, in welchem er dem Apostel Paulus nachweisen würde, daß er eine "pietistische" oder gar "introvertierte" Theologie hätte und daß er, der Paulus, schuldig sei an dem gesetzlichen Wesen in der bisherigen Gemeindearbeit.
In einem zweiten Aufsatz würde er den Aposteln sagen: Es geht nicht an, daß ihr solch einen Trennungsstrich zieht zwischen Gemeinde und Welt, wie es der Johannes tut in dem Satz: "Habt nicht lieb die Welt!" So darf man nicht sagen und tun! Denn- so würde Demas ausführen - "das Salz gehört in die Suppe und nicht neben den Suppentopf!"
Ich sehe die Artikelserie des Demas vor mir. Darin würde er etwa schreiben: Es geht nicht an, daß ihr zu den Götzenfesten der Heiden einfach "Nein!" sagt. Ihr müßt mitfeiern und dafür' sorgen, daß es hübsche, nette und anständige Götzenfeste werden! So etwa würde Demas heute schreiben.

Hat er Recht der Pastor Busch oder liegt er falsch, er der zu seinen Lebzeiten ein klares Evangelium verkündet hat und auch erfolgreich missionarische Arbeit geleistet hat?


Der missionarische Ansatz im persönlichen Leben

Dieser Frage muss ich auch als einzelne Person, die dem missionarischen Auftrag in ihrem persönlichen Umfeld, wie Arbeit, Nachbarschaft oder Verein nachkommen möchte, beantworten.

Ich habe dann auch mit dem Spannungsfeld zu tun, dass ich einerseits mit den Menschen erst einmal einfache Gespräche führe bevor ich mit dem Evangelium durch die Türe einfalle, anderseits das ich aber auch nicht bei allem mitmachen und mitreden kann, weil es Gott nicht gefällt.
Es ist ja kein Thema mit Menschen zum Kegeln zu gehen oder gemeinsam Fußball zu spielen. Aber bei einem Besäufnis kann ich nicht mehr mitmachen.

Ich kann eben nicht ohne Bedenken in einen Karate- oder Taekwondo-Verein gehen um den Menschen von Jesus Christus zu erzählen „um ihnen die Augen zu öffnen, damit sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Herrschaft des Satans zu Gott, damit sie Vergebung der Sünden empfangen...“ (Apg 26,18).
Ich praktiziere eigentlich das, wovon die Menschen sich konsequenterweise trennen müssten, wenn sie Christen geworden sind, weil es immer irgendwo Bestandteile einer spirituellen Lehre hat.

Die Bibel lehrt dass in den letzten Tagen Abfall und Weltlichkeit zunehmen werden
(2. Kor. 6, 14-7, 1; 2. Tim. 3, 1-5).

In der Heiligen Schrift steht aber geschrieben:
Denn es steht geschrieben: „Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig!“ 1Petr 1,16

Heilig bedeutet Absonderung für den Herrn. Absonderung ist aber wichtig, denn was macht dann den Unterschied aus wenn man alles das mitmacht was Nichtchristen auch machen?

Sollte man nicht eher eine nicht-fernöstliche Kampfsportart machen und dann auf bestimmten Events mit denen ins Gespräch kommen, die das Fernöstliche praktizieren? Und wenn sie dann fragen warum nicht dieses oder jenes praktiziert, dann kann man darüber Zeugnis ablegen.



Der missionarische Ansatz einer Gemeinde oder Gruppe

Wie sieht es denn aus wenn eine Gruppe oder eine Gemeinde missionarisch aktiv sein will und dabei Kampfsport oder Kampfkunst einsetzen möchte?

Wir haben zwei Gegensätze die sich durchaus auch auf die Missionsarbeit unter Kampfsportlern und -künstlern anwenden lässt.

Im bereits erwähnten Artikel schreibt Pastor Busch:
Vor einiger Zeit fand ein Treffen von deutschen und holländischen Jugendarbeitern und Mitarbeiterinnen statt. Bei diesem Treffen wurde es offen ausgesprochen: "Wir können doch nicht mit der Bibel zu den jungen Menschen von heute gehen! Wir können doch nicht mit der Tür ins Haus fallen. Wir müssen mit ihnen tanzen und ins Kino gehen. Vielleicht ergibt sich dann die Möglichkeit, auch gelegentlich das Evangelium anzubringen." Und fast alle stimmten dem zu.

Da haben wir also als erstes die Missionsmethode, dass man einen besonderen Aufhänger sucht um mit den Leuten in Kontakt zu kommen um dann durch die Hintertüre von Jesus zu erzählen.

Weiter können wir in dem Artikel lesen:

Es ist keine Frage, daß zu evangelischer Jugendarbeit nicht nur Bibelstunden gehören. Es werden Fahrten unternommen. Es wird auch gespielt, Sport getrieben, es werden Filme gezeigt. Das ist seit Anfang aller Jugendarbeit schon so gewesen. Die evangelische Jugendarbeit ist aus der Erweckung entstanden. Darum wußte sie klar, daß sie eine einzige Aufgabe hat: junge Menschen zu Jesus zu führen. Darum stand allezeit das Wort der Bibel im Mittelpunkt. An diesem Wort aber entsteht Gemeinschaft. Diese Gemeinschaft will sich betätigen. Darum kam man schon in der ersten Christenheit zusammen zu "Liebesmahlen". In Frauenvereinen betätigt sich die Gemeinschaft in Kaffeefesten, in der Jugendarbeit in Fahrten, Sport und Lager. Habe ich es deutlich ausgedrückt?: Es darf in der evangelischen Jugendarbeit solche Dinge nur geben als Betätigung der Gemeinschaft, die am Worte Gottes entsteht. Die Nationalsozialisten haben ganz genau gewußt, was sie taten, als sie der evangelischen Jugend alle "weltliche" Betätigung wie Spiel und Wanderungen verboten. Sie wollten uns die Möglichkeit nehmen, die am Worte Gottes entstandene Gemeinschaft zu betätigen.

Wir haben also zwei Gegensätze. Bei der einen Missionsmethode biete ich etwas Sportliches an was gerade "ankommt und zieht" und komme dann auf Umwegen auf die Bibel zu sprechen. Der Event steht also im Mittelpunkt.

Bei der anderen Methode steht das Wort Gottes im Mittelpunkt und alles andere, z.B. ein Kampfsport- oder Selbstverteidigungstraining ist sekundär.

Die erste Methode ist, abgesehen davon das Jesus Christus nicht der Mittelpunkt bleibt, ein hoffnungsloser Wettlauf mit der Welt. Denn diese bietet auch ihre Events an. Und das sogar noch besser.

Das was die Welt nicht anzubieten hat sind Antworten auf das Leben anhand der Bibel. Von daher müssen die Menschen zuerst geistlich satt werden. Schon die
beiden Jünger die mit Jesus nach Emmaus stellten fest:
Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er mit uns redete auf dem Weg, und als er uns die Schriften öffnete? Lk 24,32

Dadurch dass aber auf weltliche Marketingmethoden gesetzt wird, wird keine handfeste geistliche Speise mehr geboten, sondern nur noch dünne Wassersuppe.


In folgendem Auszug soll die sogenannte "Köder- und Hakenevangelisation" von Samuel Koranteng-Pipim, Direktor, Public Campus Ministries, Michigan erläutert werden:

Es wird oft behauptet, weil die meisten Menschen - besonders junge Leute - das Evangelium nicht hören wollen, müssen wir sie mit evangelistischer Unterhaltung und Tricks ködern. Wenn sie dann an diesen modernen Methoden Geschmack finden, können wir sie mit der wahren Botschaft "angeln". Der Belegtext, um den Gebrauch weltlicher Methoden zur Erreichung von Menschen zu rechtfertigen, ist die Aussage des Apostels Paulus: "Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden - obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin -, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden - obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi -, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette" (1. Kor. 9,20-22). Folglich, argumentieren einige, müssen wir alles einsetzen, was immer die Leute hören wollen, um sie zum Anhören des Evangeliums zu bewegen.

Aber der Zusammenhang des Textes zeigt, dass Paulus von der Predigt sprach (siehe V. 16 ff.), und nicht von dem Gebrauch weltlicher Missions-Methoden. Der Apostel erklärte, dass er bei Predigt und Zeugnis seine Botschaft immer der Verständnisebene seiner Hörer anpasste. Mit anderen Worten, er sprach immer so, dass ihn die Menschen verstehen konnten. Daher bedeutet 1. Korinther 9 nicht, dass Paulus die "Köder- und Hakenmethode" für die Evangelisation benutzte oder empfahl. Im Gegenteil, er überzeugte die Menschen aus dem Wort Gottes, und die Predigt war seine Methode. Außerdem, Gott hat seiner Endzeitgemeinde das ewige Evangelium anvertraut. Das ist ein großes Vorrecht. Aber es ist auch eine ernste Verantwortung. Denn "Nun fordert man nicht mehr von den Haushaltern, als dass sie für treu befunden werden" (1. Kor. 4,2). Die Treue, zu der die Gemeinde gerufen ist, nötigt uns, die Unversehrtheit der Botschaft zu bewahren, indem wir die Methode bewahren, die wir für die Verkündigung einsetzen.

Der Apostel Paulus bittet uns darum dringend, nicht den Versuch zu machen, die Menschen mit dem Unterhaltungs - "Köder" zu "fangen", um sie dann mit dem Evangelium zu "angeln". Er schreibt: "Denn unsre Ermahnung kam nicht aus betrügerischem oder unlauterem Sinn, noch geschah sie mit List, sondern weil Gott uns für wert geachtet hat, uns das Evangelium anzuvertrauen, darum reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft. Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihr wisst, noch mit versteckter Habsucht - Gott ist Zeuge" (1. Thess. 2,3-5).


Nähere Erläuterung

Es muss schon in die richtige Reihenfolge und differentiert betrachtet werden.

Zur Gemeinde:
  1. Nehme ich einfach nur Sport oder nutze ich Dinge die überhaupt nicht in die Gemeinde gehören?
  2. Orientiert sich das Ganze direkt am Wort Gottes (also ist es den Leuten klar das es um Gottes Wort geht?), oder versuche ich etwas christliches durch die Hintertür zu vermitteln?
  3. Inwieweit gebrauche ich das komplette Wort Gottes (2Tim 3,16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit) und nehme nicht nur etwas heraus "um damit den Leuten nicht vor den Kopf zu stoßen"?

Für das Persönliche wenn ich in einem Verein trainiere:
  1. Da gibt ja SrS auch eine Huilfestellung und Schulung für Christen wie ich Jesus im verein bezeugen kann
  2. Aber auch hier muss es klar sein dass ich eben nicht alles trainieren kann und auch nicht bei allen Vereinaktivitäten dabei sein kann (wie Zechgelage, u.a.)

Es geht bei den Text darum, das eben nicht manipuliert werden darf und das die Veranstaltung der Gemeinde in den Vordergrund tritt und das Wort Gottes eine Nebenrolle einnimmt.